Definition

Leerfahrten sind notwendig, um getrennte Bereiche einer Schicht zu verbinden; bei verbleibendem Druck im Hotend kann die Düse jedoch nachlaufen. Slicer kombinieren die Planung von Leerfahrten deshalb mit Retraktion, Wischen, Z-Hop und Einstellungen zur Pfadvermeidung.

Der Befehlsbuchstabe allein reicht zur Erkennung nicht aus. Viele Slicer verwenden G1 sowohl für Druck- als auch für Leerfahrten, weshalb Software die Änderung von E im aktiven M82/M83-Modus auswerten muss. Eine Bewegung mit unverändertem E ist eine Leerfahrt; eine reine negative E-Bewegung ist Retraktion und keine räumliche Leerfahrt.

Was in der Praxis wichtig ist

Sichtbares Risiko

Lange Leerfahrten über offene Bereiche können mit Fäden oder Oberflächenspuren zusammenhängen; der Pfad allein beweist jedoch keinen Fehler.

Geschwindigkeit zählt

Vorschübe für Leerfahrten sind häufig höher als Druckvorschübe und sollten getrennt ausgewiesen werden.

Nutzen im Viewer

Eine getrennte Darstellung macht unerwartete Kreuzungen und Parkbewegungen leichter erkennbar.

Beispiel im G-Code

Drucken, zurückziehen, dann leer fahren

M83
G1 X40 Y20 E1.2 F1800
G1 E-0.8 F2400
G0 X90 Y70 F9000

Die letzte Zeile ändert die Position ohne positive E-Änderung und ist daher eine Leerfahrt.

Was dieser Viewer anzeigen kann

In diesem Viewer

Der Viewer färbt Leerfahrten separat und lässt sie bei der Prüfung einer 3D-Druckdatei ein- oder ausblenden.

Primärquellen

Diese Erklärung stützt sich auf Firmware-Dokumentation und direkt im G-Code sichtbare Angaben. Was die Maschine tatsächlich tut, hängt weiterhin von den Druckereinstellungen ab.