Definition

Ein Sensor tastet Punkte über der nutzbaren Bettfläche ab. Dazwischen schätzt die Firmware die Oberfläche durch Interpolation und passt das angeforderte Z während der XY-Bewegung an. Ziel ist ein gleichmäßiger Düsenabstand in der ersten Schicht, nicht das physische Begradigen eines verzogenen Betts.

Ein Netz repariert keine lockere Mechanik, Achsverdrehung, Sensorabweichung oder falschen Z-Offset. Das Ergebnis hängt außerdem von Betttemperatur, Montage und geladenem Profil ab. Adaptive Netze können nur den aktuellen Druckbereich abdecken und werden üblicherweise neu erzeugt statt blind wiederverwendet.

Was in der Praxis wichtig ist

Kompensation, keine Reparatur

Software folgt dem gemessenen Oberflächenfehler; Rahmen oder Bett werden dadurch nicht gerade.

Interpolation zwischen Messpunkten

Mehr Punkte sind bei verrauschtem Sensor oder instabiler Mechanik nicht automatisch besser.

Aktiver Zustand zählt

Ein gespeichertes Profil hilft nur, wenn das vorgesehene Netz geladen und aktiviert ist.

Beispiel im G-Code

Zwei Firmware-Abläufe

; Marlin, mode-dependent
G28
G29

; Klipper
G28
BED_MESH_CALIBRATE

Beide messen eine Kompensation, doch ihre Befehle und ihr Profilverhalten sind nicht austauschbar.

Was dieser Viewer anzeigen kann

In diesem Viewer

Der Viewer hat keinen Zugriff auf gespeichertes Sensorraster, aktuelles Profil oder Live-Kompensation des Druckers. Er zeigt nominelle Slicer-Koordinaten und kennzeichnet G29 oder Netzmakros, ohne deren Wirkung vorzutäuschen.

Primärquellen

Diese Erklärung stützt sich auf Firmware-Dokumentation und direkt im G-Code sichtbare Angaben. Was die Maschine tatsächlich tut, hängt weiterhin von den Druckereinstellungen ab.