Definition

Filament, Bowdenschläuche und geschmolzener Kunststoff verhalten sich elastisch. Beim Beschleunigen baut ein Teil der frühen Extruderbewegung zunächst Druck auf, statt sofort den Fluss zu erhöhen; beim Verzögern kann gespeicherter Druck weiter Material fördern. Die Firmware-Kompensation verändert die Extruderbewegung rund um diese Geschwindigkeitsänderungen, um Wülste und unterfüllte Linienanfänge zu verringern.

Das Konzept trägt unterschiedliche Namen und verwendet unterschiedliche Befehle. Marlin nutzt Linear Advance und M900 K, Klipper SET_PRESSURE_ADVANCE und RepRapFirmware M572. Ihre Faktoren beruhen auf unterschiedlichen Implementierungen und Einheiten und müssen deshalb für Zielfirmware und Hardware kalibriert werden.

Was in der Praxis wichtig ist

Keine Retraktion

Retraktion entlastet den Druck hauptsächlich rund um Leerfahrten; Pressure Advance wirkt fortlaufend bei Geschwindigkeitsänderungen während des Drucks.

Kalibrierabhängig

Extruderpfad, Düse, Material und Bewegungseinstellungen können den geeigneten Wert verändern.

Wirkung in der Firmware

Die Kompensation kann die Schrittmotorbewegung ändern, ohne den vom Slicer geschriebenen XY-Pfad zu verändern.

Beispiel im G-Code

Drei verschiedene Schnittstellen

; Marlin
M900 K0.18

; Klipper
SET_PRESSURE_ADVANCE ADVANCE=0.04

; RepRapFirmware
M572 D0 S0.1

Die Werte sind nur Beispiele und dürfen weder umgerechnet noch als gleichwertige Einstellungen kopiert werden.

Was dieser Viewer anzeigen kann

In diesem Viewer

Der Viewer zeigt den angeforderten Werkzeugpfad, nicht die Kompensation der Firmware auf Schrittmotorebene. Er simuliert oder bewertet die Pressure-Advance-Abstimmung nicht und kennzeichnet diese Grenze ausdrücklich.

Primärquellen

Diese Erklärung stützt sich auf Firmware-Dokumentation und direkt im G-Code sichtbare Angaben. Was die Maschine tatsächlich tut, hängt weiterhin von den Druckereinstellungen ab.